Pulp Letters

the other way of writing

Das Handy

Erstellt in Thriller am 02.10.2008 von Schattenparker

Donnerstagabend. Nichts zu tun. Nichts los. Nur Scheiße im Fernsehen.

Langeweile.

Dennis ist zu Besuch. Wir vertreiben uns die Zeit mit Saufe, Kiffen und Counter-Strike. Stellen uns die wichtigen Fragen dieser Welt: Lebt Elvis noch, und wenn ja in einem Altenheim? War JFK in Wirklichkeit schwarz? Was geschah mit Decron und Karl Koch? Ist 23 die Antwort auf alles? Schafft es Mainz 05 (05 Moment! 5 ist die quersumme von 23) mit dem neuen Trainer wieder in die erste Liga? Würde ein Kannibale vor seiner Hinrichtung auf dem Elektrischen Stuhl, als letzte Mahlzeit einen Typ serviert bekommen der vorher gegrillt wurde? Wo verstecken sich Zombies? Und was hat es mit dieser Wucherung auf meinen Schwanz auf sich? Kommt das von dem Piercing ?

Dennis beschließt, dass er jetzt gehen muss. Hat morgen ein wichtiges Treffen. Es geht um einen Groß Auftrag von IBM, er muss fit und ausgeschlafen sein. Ich bringe ihn zur Tür, wünsche viel Glück und schließe sie. Höre wie sein Handy klingelt, bin Müde gehe zu meinem Bett, mir wird Schwarz vor Augen, falle direkt ins Koma.

Drei Stunden Später.

Wache durch den Song “Wait and Bleed” von Slipknot auf. Wo kommt das her? Aus meinem Handy. Schaue auf die Digitaluhr neben meinem Bett. Es ist kurz nach zwei.

Wer zum Geier ist so verbrannt in seinem Hirn und ruft mich um diese Uhrzeit an?

Bin sauer, und greife zum Handy.

<<Was ist?>> frage ich angepisst.

<<Hallo.>> sagt ein leise schüchterne Stimme am anderen Ende.

<<Sag mal du Depp, weißt du spät wir es haben? Wer ist da überhaupt?>>

<<Wer ist da?>> fragt die Stimme.

<<Ich hab kein Bock auf solche Spielchen, wenn ich geweckt werde.>> Ich sehe mir das Display von meinem Handy an, und lese: Dennis.

<< Dennis, was soll der Scheiß?>> frage ich.

<<Hier ist nicht Dennis.>>

<<Ja, lustig.>> sage ich genervt und lege auf.

Es klingelt wieder.

<<Sag mal Dennis was soll denn das? Kannst du nicht schlafen vor Aufregung wegen morgen, oder bist du besoffen?>>

<<Hier ist nicht Dennis.>>

<<Und warum rufst du dann von seinem Handy aus an?>>

<<Ich hab das Handy gefunden.>>

Bevor ich antworte gehe ich kurz in mich und atme tief durch.

<<Du hast das Handy also gefunden…….Dennis es reicht jetzt!>>

<<Ich bin nicht dieser Scheiß Dennis, verflucht noch mal.>> schreit die Stimme.

Ich zünde mir eine Zigarette an.

<<Und wer bist du?>> frage ich, gelangweilt.

<<Kay. OK ich heiße Kay.>>

<<Du bist also der Kay, und du hast das Handy von meinem Kumpel Dennis gefunden. Und was willst du von mir?>>

<<Deine Nummer war die letzte, die gewählt wurde.>>

<<Und deswegen rufst du mich jetzt an?>>

<<Ja.>>

<<Gut…weißt du was, du bekommst jetzt von mir seine Festnetz-Nummer und dann rufst du morgen bei ihm an, und ihr könnt ausmachen wie du ihm sein Handy zurück geben kannst.>> Schlage ich ihm vor und gehe zum Kühlschrank, hole mir ein Flasche Wasser raus, und nehme einen Schluck.

<<Willst du nicht wissen, wo ich das Handy gefunden habe?>> fragt er.

<<Nein.>> Antworte ich.

<<Warum?>>

<<Weil ich schlafen will.>>

<<Ich hab es im Treppenhaus gefunden, direkt vor meiner Wohnungstür.>>

<<Interessiert mich nicht.>>

<<Warum?>>

<<Willst du mich verarschen oder was? ich sagte bereits, dass ich weiter schlafen will oder? Sag mal bist du schon mal auf die Idee gekommen das der Besitzer von diesem Handy vielleicht in deinem Haus wohnt, wenn es schon im Treppenhaus lag?>>

<< Nein der wohnt hier nicht, ich kenn hier jeden, und einen Dennis gibt es hier nicht.>>

<< Hast du was zu schreiben? Oder soll ich dir die Festnetz Nummer von ihm per SMS senden?>>

<<Sind Dennis und du gut befreundet?>>

<<Scheiße Verdammt. Du gehst mir auf den Sack! was soll die Scheiße? Was willst du eigentlich von mir?>> schreie ich.

<<Das weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht so genau.>> antwortet er.

Was für ein Arschloch, sage ich zu mir selbst.

<<Willst du jetzt seine Festnetz Nummer haben, oder nicht?>>

<<Ich glaube nicht, dass er das Handy noch gebrauchen kann.>>

<<Warum? Was hast du damit angestellt? Hast du es dir in Arsch geschoben, oder drauf gepisst?>> frage ich lachend.

<<Nein er sah nicht danach aus, als ob er es noch verwenden könnte.>>

Stille.

<<Was soll das jetzt heißen? Ich dacht du hast das Handy gefunden?>> frage ich verwirrt.

<<Hab ich auch.>>

<<Also. Was soll das jetzt?>> Immer noch verwirrt.

<< Naja, gefunden stimmt nicht ganz. Ich hab es aufgehoben, nachdem er es fallen ließ.>>

<< Versteh ich nicht. Du hast gesehen wie er es fallen lies und hast es dann aufgehoben, oder was?>>

<<So ähnlich.>>

<<Und warum hast du ihm nichts gesagt.>>

<<Da ging nicht.>>

<<Was warum?>>

<<Ich denke mal, nachdem ich mit ihm fertig war, hatte er einfach nicht mehr die Kraft auch nur noch irgendetwas zu machen.>> Sagt er mit eisiger Stimme.

Schon wieder Stille.

<<Was? Das ist jetzt ein schlechter Witz, oder?>>

<<Warum sollte ich Scherzen, Dirk?>>

Mein Adrenalinspiegel schießt in die Höhe.

<<Moment mal, woher kennst du meinen Namen? Dennis hat mich unter Haustür in seinem Adressbuch gespeichert?>> frage ich Stockend.

<<Er hat es mir gesagt………….kurz bevor ich seine Stimmbänder durch geschnitten habe.>>

<<Was hast du mit ihm gemacht? Wo ist er?>>

<<Sieh es dir doch einfach an, er liegt vor deiner Tür.>>

Ich renne zur Tür und reiße sie auf, dort liegt Dennis auf den Rücken mit durchgeschnittener Kehle, neben ihm eine riesige Blutlache die in den Teppich sickert. Ich stehe nur da und starre fassungslos auf den leblosen Leib meines guten Freundes Dennis und kann nicht glauben was ich da sehe. Ich kann mich nicht mehr auf den Beinen halten und sacke zusammen, das Handy immer noch am Ohr. Ich höre ein ständig wiederkehrendes “Hallo”. Ich reagiere erst als ich den Satz „ Na gefällt dir was du siehst” höre.

<<Du kranker Wichser was hast du gemacht>> schreie ich.

<<Dirk hör mir zu.>>

<<Scheiße.>>

<<Dirk dein Handy ist gar nicht an.>>

<<Was?>>

<<Dirk du redest schon die ganze Zeit mit dir selbst.>>

<<Was?>>

<<Na wer ist jetzt der kranke Wichser?>>

<<Was?>>

<<Gute Nacht Killer.>>

My Pulp Life # 6

Erstellt in Dope69 Stories am 29.08.2008 von Dope69

Der Zeitungs- Artikel

 

In der Zeitung steht heute auf der Titel Seite ein bericht über ein altes Ehepaar was bei einem Schweren Autounfall auf der A67 ums leben gekommen ist. Das Auto von den zwei wurde von einem LKW abgedrängt, durchbrach die Leitpranke und hat sich dann überschlagen. Die Frau hätte gerettet werden können aber sie weigerte sich das Auto ohne ihren Mann zu verlassen, und das Auto ist schließlich explodiert, warum auch immer steht nicht drin, nur das Sanitäter schwer verletzt wurden. Der ganze Artikel ist so Gefühl und mitleid erregend geschrieben, das ich am liebsten Kotzen würde. Und bei dem Gedanke dass sich heute ganz Deutschland in vorgegaukelter Betroffenheit darüber unterhalten wird, bringt mir noch mehr Übelkeit.

Mein Gott ja, es gab tote in Ordnung das ist echt ne schlimme Sache, aber mal im ernst die wahren schon alt, über 80 oder sogar fast 90, mein Vater ist gerade mal 58 geworden. Zwei alte mehr oder weniger, was soll’s noch nie Six Feet Under gesehen.

Es würde mich nicht überraschen wenn darüber ein Film gemacht wird. Das ist der Perfekte Stoff für die Filmschnulze der Woche auf Sat.1, fehlt nur noch der Drogensüchtige Schwiegersohn und die Bulimie Kranke Tochter mit dem Enkelkind was von einem Pitbull angegriffen wurde. Das Leben an sich ist halt Scheiße, so ist es nun mal und man kann nichts dran ändern, ende.

My Pulp Life # 5

Erstellt in Dope69 Stories am 27.08.2008 von Dope69

Treffen mit Julie

 Nachdem ich in der Straße wo Julie wohnt ankomme, geparkt, geklingelt und Reingebeten wurde, hatten wir Sex. Danach rauchten wir 2-3 Zigaretten und tranken eine Flasche wein, unterhielten uns halbherzig über irgendeinen Schwachsinn, zogen ne Linie, schliefen noch mal mit einander und ich fuhr wieder heim.

My Pulp Life # 4

Erstellt in Dope69 Stories am 26.08.2008 von Dope69

Die Autofahrt 

Der Zwischenfall in der Apotheke hat mich doch länger aufgehalten als ich dachte, ich muss mich beheilen ich war bereits vor 10 min mit Julie verabredet und der Verkehr in der Innstadt ist zehflüssig. Ich hasse es eigentlich in der Mittagszeit durch Innenstädte zu Fahren, alles wirkt so Überfüllt und Hektisch aber keiner kommt so richtig von der Stelle. Es kommt mir manchmal so vor als würde sich jeder und alles in Zeitlupe bewegen. Ich komme an einer roten Ampel zum stehen und mir fällt ein Plakat auf, auf dem für die nächste Ü30 Party in der Rheingold halle geworben wird. Jemand hat quer mit Edding  Resteficken drauf geschrieben, und ich finde das absolut passend. Andererseits wird mir Klar das ich selbst in 4 Jahren 30 Werde und ich frage mich was bis dahin noch alles passieren wird? Ob ich bis dahin verheiratet bin? Oder dazu gezwungen werde? Werde ich ein Kind haben und wird es ein Wunsch Kind oder ein Unfall sein ( ich denke letzteres )? Werd ich damit Anfangen auf meine Gesundheit zu achten? Fang ich an was für die Rente zu sparen, oder werd ich soviel Kohle haben das mir das egal sein wird?

Oder werde ich immer noch der gleiche  unverantwortungsbewusste egozentrische Selbstverliebte und Arrogante sack voll scheiße sein wie ich es jetzt bin? Fragen über Fragen und keiner weiß die Antwort,  ich weiß nur dass sich in 4 Jahren verflucht viel verändern kann.

My Pulp Life # 3

Erstellt in Dope69 Stories am 15.08.2008 von Dope69

In der Apotheke

Bevor ich mich mit Julie treffe, suche ich noch eine Apotheke auf. Ich habe kein S**** mehr und der Amphetaminentzug ist wirklich übel. Und das Einziege was da gegen hilft sind Schmerztabletten und Alkohol. Den Alkohol habe ich mir bereits an einer Tankstelle besorgt und nach dieser Cyber Sex Geschichte war das auch bitter nötig, jetzt fehlen mir nur noch die Tabletten, insgeheim hoffe ich ja dass Julie etwas S**** oder K**** noch hat. Als ich die Apotheke betrete sehe ich einen alten Mann an einen der Regale, und eine Frau mit Kind an der Kasse, die sich von der Apothekerin beraten lässt. Ich stelle mich an der Kasse an, und kurz darauf kommt der alte Mann, und stellt sich neben mich und sein Blick geht stur nach vorne, als nehme er mich gar nicht wahr. Die Frau vor mir an der Kasse ist fertig, und als ich gerade vor treten will, eilt der alte Mann an mir vorbei, und teilt der Apothekerin mit was er haben möchte. Ich empfinde das als eine Frechheit und spreche ihn an.

<< Entschuldigen sie bitte. >>

<< Reden sie mit mir >>, zischt er mich an.

<< Ich glaube ich war vor ihnen dran. >>

<< Das denke ich nicht >>, sagt er arrogant und dreht sich wieder zur Kasse um, und fährt mit seinen Einkauf fort.

<< Entschuldigen sie aber… >>

Er dreht sich wieder um, und schreit schon fast: << Was wollen sie denn? >>

<< Hören sie ich bin mir ganz sicher, das ich vor ihnen an der reihe war. >>

Die Apothekerin sieht uns beide mit großen Augen an und weiß nicht so recht ob sie sich einmischen soll, und der alte Mann sagt zu mir: << Ich begrüße es nicht wenn ich von solchen Punks wie ihnen angemacht werde, also hören sie jetzt auf mich zu belästigen. >>

<< Punk? >> Ich überlege einen Moment, was er gerade zu mir gesagt hat, und frage ihn dann was das ganze eigentlich soll? Und versuche ihm zu erklären das ich keineswegs die Absicht hatte, ihn anzumachen oder ähnliches, sondern nur klar stellen, das ich mich vor ihm an der Warteschlange angestellt habe. Seine Augen werden ganz groß und er atmet tief durch die Nase ein und aus.

<< Mir reicht es jetzt mit ihnen, ich war als erster hier, also bin ich auch als erster dran, Verstanden? >> Und nachdem er das gesagt hat, dreht er sich wieder zur Kasse um.

<< Sie waren zwar als erster hier im Laden, aber nicht an der Kasse. >>

<< Trotzdem bin ich vor ihnen dran >>, sagt er mit dem Rücken zu mir.

<< Was Issen das für ne Regel, ist die neu oder was? >> Frage ich verwirt.

<< Ich muss sie bitten das sie endlich ruhe geben, ansonsten muss ich sie bitten den Laden zu verlassen >>, sagt die Apothekerin zu mir.

<< Wollen sie mich verarschen? >>

<< Ich fordere sie zum letzten Mal auf, ruhe zu geben ansonsten rufe ich die Polizei >>, sagt sie energisch. Und Allmählich verliere ich die geduld.

<< Hör zu du alter Sack, ich war vor dir dran, du weißt das und ich weiß das und diese blöde Schnepfe weiß das auch. Also ich verlasse jetzt diesen Miesen Laden und Draußen werde ich auf dich warten, und dann regeln wie das klar, du Pisser? >>

Ich sehe die Apothekerin an und sage zu ihr: << Und du altes Miststück, solltest besser auf deinen Scheiß laden in Zukunft aufpassen, es könnte ja brennen oder so. >>

Beide Staren mich fassungslos an, ich gebe dem Aalten einen Stoß mit der Flachen Hand gegen die Schulter, und mach ihm klar das ich vor der Tür auf ihn warte.

Ich warte tatsächlich vor der Tür, aber nur so lange bis ich meine Zigarette aufgeraucht habe, ich schmeiße die Kippe gegen die Tür, und steige dann in mein Auto und fahre weiter.