Das “S.Dope-Sandwich”
Das “S. Dope-Sandwich”
Man stelle sich vor, ich hätte einen Traum. Man stelle sich ein gigantisches Knäckebrot vor, etwa in der Größe eines Türblattes. Und dieses Knäcke-brot sei reichhaltig bestrichen mit würzigem Frischkäse: Exquisa, keiner schmeckt mir so wie disa! In das Käsebett begibt sich nun liegenderweise ein wahres Bild von einem Mann, das sich bis zur vollkommenen Blöße entkleidet zeigt und zudem, in Theorie wie praktisch, nackend ist. Wir wollen ihn, den niedergelegten Manne, der Einfachheit halber, damit er ir-gendeinen Namen hat, „S. Dope” nennen. Seine Männlichkeit sei unbestrit-ten, ist sie doch nur allzu leicht an der gewaltigen Aufregung abzuwägen, die sich wie ein prachtvolles Erdmännchen auf der Suche nach Gefahren angestrengt und rot erhitzt - ja, keck, will ich mich beinah zu sagen getrau-en - gegen den Himmel streckt. An dieser Stelle muss ich aufrichtig einge-stehen, schon der alleinige Anblick des aufgeregten Erdmännchens, jenes ausgewachsenen Erdmannes, macht mir als bescheidenem Nacktmullenin-haber gehörig Neid. S. Dope sieht man sodann mit zahlreichen schweren Scheiben fleischigen Räucherlachses belegt, durchaus in Gänze, doch die Aufregung freigelassen. Der Lachs wird im Anschluss aufs Vortrefflichste gekrönt von einigen frischen Ringen, geschält aus saftiger roter Zwiebel, deren köstliche Schärfe gar traumhafte Äuglein zu stechen vermag. Ein zweites Knusperknäckebrot in Türblattformat, weitgehend identisch mit dem ersten, das als Grundlage dieser Delikatesse dient, allerdings diesmal mit einer entsprechenden kreisrunden Aussparung für das Durchstecken der genügendgroßen Aufregung versehen, deckt die gefällige Zwischen-mahlzeit hinlänglich ab. Zuletzt und zur perfekten Abrundung sei die her-ausragende Spitze der Aufregung mit einer schmackhaft vor Öl triefenden schwarzen Olive in den Ausmaßen eines Medizinballes besteckt. Voilà! Fertig ist ein leckeres S. Dope-Sandwich, wie es von Feinschmeckern, und nicht allein den träumenden, immer gern genommen wird.